Entwicklung

Motorentest bei Hirsch Performance

In der schalldichten Prüfzelle von Hirsch Performance werden die Saab-Motoren auf Herz und Nieren geprüft. Widrige Rahmenbedingungen werden über die Temperatur und den Druck geschaffen, um Wüste und hochgelegene Pässe zu simulieren. Computergestützte Regelung der Kühlwasser- und Ansauglufttemperatur ermöglichen die Simulation eines Staus an einem heissen Sommertag. Mit diesen Extrem-Test wird sichergestellt, dass weder kritische Komponenten wie Zylinderkopf, Katalysator oder Turbolader überbelastet oder -hitzt werden, noch die Emissionen Grenzwerte überschreiten.

Die am Prüfstand erwiesene Standfestigkeit muss sich dann noch mit Tests unter realen Gegebenheiten beweisen: Jede Leistungssteigerung von Hirsch Performance wird auf den Deutschen Autobahnen auf ihre Zuverlässigkeit und die einwandfreie Integration ins Fahrzeug geprüft.

Hat die neue Leistungsstufe alle Tests soweit bestanden, muss noch ihre Standfestigkeit im Langzeitbetrieb sichergestellt werden: Während eines Monats wird der Motor in einem Motorenprüfzentrum unter Volllast bei verschiedenen Drehzahlen beansprucht. Erlaubt sind lediglich Stopps für den Ölwechsel gemäss den regulären Service-Intervallen. Eine Demontage des Motors und die Kontrolle der Komponenten auf Ermüdung, Abnutzung und Schäden siegelt den Entwicklungs- und Validierungsprozess einer Leistungssteigerung ab. So kann der Saab-Fahrer sicher sein, dass sein Saab auch mit einer Leistungssteigerung von Hirsch Performance die gewünschte Zuverlässigkeit bietet.

Built for a reason – Produkte von Hirsch Performance verbinden ein einmaliges Fahrgefühl und Leidenschaft mit der Saab-typischen Zuverlässigkeit und Sicherheit.

 Aerodynamikentwicklung

Form folgt Funktion – Der Gestaltungsprozess

Das Aerodynamikpaket beinhaltet einzelne Modifikationen, welche Fahrstabilität, Abtrieb und Luftwiderstand verbessern. Zusätzlich zu den funktionalen Vorteilen legten wir Wert auf ein sportliches Erscheinungsbild, welches im Einklang mit der Formsprache von Saab ist.

Durch die enge Zusammenarbeit von Designern, Aerodynamikern und Fertigungsingenieuren entstand ein in allen Belangen überzeugendes Aerodynamikpaket;
hervorragende Fahreigenschaften kombiniert mit einem bestechenden Aussehen. Begonnen wurde mit Skizzen und Entwürfen, um ein unverkennbares Ganzes zu definieren ohne dabei das klassische Saab-Design zu verwässern.

Aus diesen Skizzen wurden Lehmmodelle erstellt, anhand welcher sichergestellt wurde, dass die Formen auch wirklich aus allen Winkeln mit dem Basisfahrzeug harmonieren. Nach der Freigabe wurde das Fahrzeug mit einem 3D-Scanner abgetastet und zu 3D-Computermodellen transformiert.

Optimierung der Aerodynamik

Auf der Basis der Computer-Modellen wurden die ersten Prototypen produziert. Diese Prototypen waren speziell präpariert, um einfache Anpassungen während des Tests im Windkanal vornehmen zu können.

Die Nutzen der Bauteile sind folgend aufgelistet:
Die Front-Splitter reduzieren den Luftfluss unter dem Fahrzeug und an den Rädern. Daraus resultiert ein zusätzlicher Abtrieb.
Der im unteren Maschengrill integrierte Frontspoiler reduziert den Luftfluss unter dem Fahrzeug und erzeugt dabei eine optimale Kühlung des Ladeluftkühlers.
Die Erweiterung der Seitenschweller stabilisiert den Luftstrom um die Räder und kontrolliert die Unterbodenströmung.
Der Diffusor leitet den Luftstrom leicht nach oben und reduziert Turbulenzen und somit den Unterdruck hinter dem Fahrzeug. Resultat: Verbesserung des Luftwiderstandes und Stabilisierung des Hecks.
Die Heckspoiler erhöhen den Abtrieb auf der Hinterachse und stabilisieren das Heck.
Das wahrscheinlich interessanteste Produkt ist der Brückenspoiler für den Sport Combi.
Hier wurde eine Saab-Entwicklung aus dem Jahre 1961, in einer modernen Form aufgegriffen: Der “AIR Slicer”. Die Oberseite des luft-“schneidenden” Profils leitet einen Teil der Luft aufwärts, dadurch wird erneut mehr Abtrieb erzeugt und stabilisiert das Heck. Die Unterseite leitet einen Luftfilm nach unten und sorgt damit für eine optimale Umströmung der Heckscheibe. Resultat: Regenwasser wird während der Fahrt weggetragen und die Heckscheibe bleibt sauber.

An den Formen wurde ausgiebig gefeilt und im MIRA Windkanal getestet, um eine optimale Kombination von Luftwiderstand und Stabilität zu erreichen.

Sicherheit geht vor

Sobald die Design- und Aerodynamik-Vorgaben erfüllt waren, wurden Homologationsprototypen gefertigt. Diese Teile wurden an Fahrzeuge montiert und an RDW in den Niederlanden zur Homologation geschickt. RDW stellte dann mit Prüfungen sicher, dass Fahrzeugsicherheit und Fussgängerschutz gewährleistet sind.
Alle Komponenten haben die Tests bestanden und sind in der aktuellen Gesamtfahrzeughomologation des Saab 9-3 aufgeführt. Somit können sie weltweit ohne zusätzliche Prüfungen verbaut werden.